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Vorteile einer vegetarischen oder veganen Ernährung aus biologischem oder bioveganem Landbau

Durch Verringerung des Fleisch- und Fischkonsums, durch Umstieg auf eine vegetarische oder vegane Ernährung sowie durch den Kauf von Lebensmitteln aus biologischem oder bioveganem Anbau kann jeder Einzelne besonders großen Einfluss auf den Schutz der Erde nehmen.

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Für die Tiere
Tiere sind fühlende Lebewesen. Vegetarische oder vegane Ernährung vermindert das Leid der Tiere und fördert eine gewaltfreie Beziehung von Mensch und Tier.
Ethische Gründe für eine vegetarische oder vegane Ernährung
 schweinchen+hund Vegetarische oder vegane Ernährungsformen sind Schritte zur größeren Achtung des Lebens sowie zum Respekt vor der Würde und dem Lebensrecht der Tiere. Sie sind Ausdruck einer Lebensweise, die nicht das Recht des Stärkeren, sondern die Anwendung der Goldenen Regel („Was du nicht willst, das man dir tu’, das füg’ auch keinem anderen zu“) als ethischen Maßstab leben will.
Für die Gesundheit der Menschen
Buffet Zahlreiche Studien belegen, dass eine vegetarische oder vegane Ernährung gesundheitliche Vorteile bei der Vorbeugung und Behandlung bestimmter Krankheiten bietet (Amerikanische Vereinigung der Ernährungsexperten (ADA)). Durch den Umstieg auf eine vegetarische oder vegane Ernährung verringert sich – statistisch gesehen – das Risiko, an Zivilisationskrankheiten wie z.B. Krebs, Alzheimer, Bluthochdruck, Schlaganfall, Diabetes zu erkranken. Die Lebenserwartung von Vegetariern und Veganern ist höher, Fettleibigkeit seltener. Professor Dr. Claus Leitzmann, einer der anerkanntesten und renommiertesten deutschen Ernährungswissenschaftler, schreibt: „Studien mit vegan lebenden Menschen, die weltweit, aber auch von uns durchgeführt wurden, zeigen, dass Veganer/innen im Durchschnitt deutlich gesünder sind als die allgemeine Bevölkerung. Körpergewicht, Blutdruck, Blutfett- und Cholesterinwerte, Nierenfunktion sowie Gesundheitsstatus allgemein liegen häufiger im Normalbereich.“
Für den Klimaschutz
treibhauseffek_gross 18 % der klimaschädlichen Gase werden laut einem Bericht der FAO, der Welternährungsorganisation, durch die Viehzucht verursacht.² Das ist mehr als der gesamte Verkehr zu Luft, zu Wasser, auf der Schiene und auf der Straße verursacht. Das angesehene World-Watch-Institut hat nachgerechnet und ist zu dem Schluss gekommen, dass der weltweite Konsum von Fleisch, Milch und Eiern mit 51% an der Klimaveränderung beteiligt ist. Wie enorm die Vorteile einer vegetarischen oder veganen Ernährung für den Schutz des Klimas sind, zeigen die nebenstehenden Grafiken von Foodwatch (zum Vergrößern bitte anklicken). ² „Livestock’s long shadow“, environmental issues and options, FAO, 2006. URL: http://www.fao.org/docrep/010/a0701e/a0701e00.htm (Zugriff: 17.05.2010)
Für die globale Gerechtigkeit
verschwendung_gross Wenn Getreide an Tiere verfüttert wird, die wir später als Fleisch zu uns nehmen, werden Nahrungskalorien verschwendet. Von durchschnittlich 10 Kalorien in Getreide bleibt nur 1 Kalorie in Fleisch übrig. Je weniger tierische Lebensmittel wir konsumieren, umso größer unser Beitrag zu mehr globaler Gerechtigkeit, umso größer die Chance, dass alle Menschen auf der Erde ausreichend, gut und ökologisch ernährt werden können. (Grafik zum Vergrößern bitte anklicken).
Für geringeren Energieverbrauch
burger_klein Die Produktion eines einzigen Hamburgers verbraucht genauso viel Brennstoff wie ein Kleinwagen für eine Fahrt von 32 km und genug Wasser um 17-mal zu duschen.
Für geringeren Wasserverbrauch
wasserverbrauch_gross Es werden 15.500 Liter Wasser benötigt, um 1 kg Rindfleisch herzustellen, aber nur 900 Liter Wasser für 1 Kilogramm Kartoffeln. Mit dem Wasserverbrauch zur Erzeugung von einem Kilogramm Fleisch könnte man ein ganzes Jahr lang täglich duschen. (Grafik zum Vergrößern bitte anklicken).
Für den Schutz von Wäldern
Alle 2 Sekunden verschwindet ein Hektar Regenwald, eine Fläche so groß wie ein Fußballfeld – zum Großteil für die Neugewinnung von Weideflächen. 5 Quadratmeter Regenwald werden für einen Hamburger aus Regenwaldrindfleisch abgeholzt. 90% der Zerstörung des tropischen Regenwaldes werden durch die Massentierhaltung hervorgerufen. ³ ³ URL: http://www.pro-iure-animalis.de/index.php?option=com_content&task=view&id=714&Itemid=57 (Zugriff: 30.01.2014)
Für den Schutz von Natur und Umwelt
Alleine in den USA produzieren die Tiere, die für den menschlichen Verzehr gezüchtet werden, 130-mal mehr Exkremente als die ganze Weltbevölkerung: 39.000 kg pro Sekunde. Damit ist eine enorme Verschmutzung von Wasser, Luft und Boden verbunden.
Biologischer Anbau
ernaehrungsweisen_gross Für den biologischen Anbau gibt es Mindestanforderungen des Gesetzgebers. Chemische Pflanzenschutzmittel, wie z.B. giftige Pestizide, künstlicher Mineraldünger und Gentechnik sind nicht erlaubt. Die Tierhaltung unterliegt strengeren Auflagen als bei konventioneller Landwirtschaft: Verbot einzelner Futtermittel und höhere Mindestanforderungen im Platzangebot für Tiere. Eine Ernährung mit Lebensmitteln aus biologischem Anbau ist ein Beitrag zum Klimaschutz (siehe Grafik: zum Vergrößern bitte anklicken).
Bioveganer Anbau
Im bioveganen Landbau werden die Lebensmittel ökologisch, aber ohne Tierhaltung und ohne die Verwendung von tierischen Düngemitteln wie Mist, Gülle, Horn- und Knochenmehl angebaut. Meist steckt dahinter die ethische Einstellung, Lebensmittel nicht nur ökologisch, sondern auch ohne das Töten und Ausbeuten von Tieren herstellen zu wollen. Da die Tierhaltung ein großer, klimaschädlicher Faktor ist, trägt eine Ernährung mit Lebensmitteln aus bioveganem Landbau in noch größerem Ausmaß zum Klimaschutz bei.